Flüsse in Portugal

Fast alle Flüsse in Portugal haben ihre Quelle auf spanischem Gebiet. Die großen Flüsse Tejo und Douro entspringen im iberischen Nachbarland und münden im Atlantischen Ozean. Nur wenige Wasserstraßen verlaufen komplett auf portugiesischem Territorium, so zum Beispiel der Mondego.
Flüsse Portugal
Der Douro bei Pinhão in Nordportugal ( Kite_rin / Shutterstock.com )

Die wichtigsten portugiesischen Flüsse

Im Folgenden kannst du alles über die 5 wichtigsten Flüsse in Portugal erfahren.

Douro – Heimat des Weins

In der spanischen Provinz Soria entspringt der Douro und beginnt seine Reise. Er ist fast 900 Kilometer lang, davon fließen 213 Kilometer durch Portugal. Auf einer Länge von 110 Kilometern bildet der Fluss die Grenze zwischen den beiden iberischen Staaten. In Porto mündet der Douro in den Atlantischen Ozean.

Die Landschaft um den Fluss zählt zum UNESCO Weltkulturerbe. An den Hängen reifen die Trauben für den weltberühmten Portwein, auf dem Fluss sind viele Kreuzfahrtschiffe unterwegs. Du kannst den Fluss und das Douro-Tal am besten auf dem Wasserweg oder mit dem Zug entdecken. Von Porto aus führt eine Zugverbindung bis tief ins Landesinnere, sie verläuft größtenteils direkt am Ufer entlang.

Am Ufer des Flusses kannst du kleine Weindörfer, hübsche Kapellen und eindrucksvolle Kirchen und Klöster entdecken.

Tejo – König der Iberischen Halbinsel

Mit über 1.000 Kilometern Länge ist der Tejo (auf Spanisch: Tajo) der längste Fluss auf der Iberischen Halbinsel. In Portugal mündet er in Lissabon in den Atlantik. Er ist an dieser Stelle sehr breit.

In Lissabon führt die 17 Kilometer lange Brücke Ponte Vasco da Gama über den Fluss - sie ist die längste Brücke in Europa.

Seinen Ursprung hat der Tejo in der Ortschaft Frías de Albarracín im Osten Spaniens. Er fließt vorbei an Madrid und erreicht nach 800 Kilometern die Grenze, die er auf einer Länge von 40 Kilometern darstellt. Ausschließlich auf portugiesischem Gebiet fließt der Tejo 145 Kilometer.

Minho – Grenzfluss im Norden

Der Rio Minho bildet auf einer Länge von 70 Kilometern die Grenze zwischen Portugal und Spanien im Norden. Er entspringt in den Bergen der spanischen Serra de Meira und erreicht Portugal in der Nähe des beschaulichen Ortes Melgaço. Direkt hinter der kleinen Ortschaft Caminha mündet der Rio Minho im Atlantik.

Wie schon das Douro-Tal eignet sich auch das Tal dieses Flusses für den Anbau von Weinreben. Geprägt von grünen Tälern und Feldern überwältigt dich das Minho-Tal mit einer beeindruckenden Landschaft.

In der Nähe vom spanischen Portomarín kreuzen sich der Jakobsweg und der Minho.

Guadiana – jenseits der Metropolen

Der Fluss Guadiana wird auf der iberischen Halbinsel vor allem als Grenzfluss wahrgenommen. Bei der Kleinstadt Elvas erreicht er Portugal und bildet bis zur Mündung in Vila Real de Santo António an der Algarve fast komplett die Grenze zu Spanien.

Hier im Hinterland der beiden Staaten gibt es kaum Brücken, die eine Überquerung des Flusses ermöglichen. Eine Reise entlang des Guadiana führt dich abseits der Hochburgen des Tourismus. Fast 800 Kilometer lang ist der Fluss, der nordöstlich von Ciudad Real in Spanien entspringt.

Entlang der langen Grenze zeugen alte Festungen von der langen Feindschaft zwischen den iberischen Staaten.

Mondego – aus dem Herzen der Serra da Estrela

Mit einer Länge von 234 Kilometern ist der Mondego der längste Fluss, der ausschließlich durch Portugal fließt. Seine Quelle hat die Wasserstraße in der reizvollen Landschaft der Serra da Estrela. Hoch oben in den Bergen ist der Mondego so schmal, dass die Einheimischen ihn Mondeguinho tauften - der kleine Mondego.

Der Mondego fließt vorbei an Coimbra und Montemor-o-Velho und mündet bei Figueira da Foz im Atlantischen Ozean.

Über Jahrhunderte inspirierte der Fluss Künstler, die sich entlang der artenreichen Flussauen niederließen. Der Parque Verde do Mondego bei Coimbra ist eines der größten Naturschutzgebiete der Region. Ganz in der Nähe bietet der Fluss ideale Bedingungen für Wassersportler.

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