Wohnmobil in Portugal mieten: Diese Möglichkeiten gibt es für deinen Roadtrip

Klassische Wohnmobilvermietung am Flughafen
Ein Wohnmobilurlaub in Portugal ist eine dieser Reiseideen, die sofort nach Freiheit klingt. Du wachst morgens mit Blick auf den Atlantik auf, rollst mittags durch kleine Dörfer im Hinterland und lässt abends irgendwo zwischen Pinien und Meer den Tag ausklingen. Portugal eignet sich dafür erstaunlich gut, weil das Land überschaubar ist, die Straßen meist angenehm zu fahren sind und es viele abwechslungsreiche Regionen gibt.
Viele Reisende starten ihre Tour direkt nach der Landung, zum Beispiel in Lissabon, Porto oder Faro. An den Flughäfen sitzen die großen Vermieter oft nur wenige Minuten entfernt, manchmal sogar mit Shuttle-Service.
Das ist praktisch, wenn du nach dem Flug nicht erst in die Stadt fahren möchtest. Besonders in Faro lohnt sich diese Option, weil die Algarve direkt vor der Tür liegt und du schnell Richtung Lagos oder Tavira aufbrechen kannst.
Allerdings solltest du bei dieser Variante früh buchen, vor allem im Frühjahr und im Sommer. Die beliebten Modelle sind schnell weg, und kurzfristig bleiben oft nur die größeren Fahrzeuge übrig.
Wenn du durch enge Altstadtgassen oder über kleine Küstenstraßen fahren willst, bist du mit einem kompakteren Camper meist besser beraten als mit einem riesigen Alkoven-Wohnmobil.
Privat ein Wohnmobil mieten über Sharing-Plattformen
Neben den klassischen Vermietern gibt es auch Plattformen, auf denen Privatpersonen ihre Camper anbieten. Das fühlt sich oft persönlicher an, weil du das Fahrzeug direkt vom Besitzer übernimmst und häufig auch Tipps zur Route bekommst.
In Portugal findest du auf diesem Weg manchmal sehr gepflegte Campervans, die nicht wie typische Mietfahrzeuge wirken, sondern eher wie ein liebevoll genutztes Reisemobil.
Wer zum Beispiel über Yescapa ein Wohnmobil in Portugal mieten möchte, kann oft direkt bei Einheimischen buchen, ohne sich an die starren Strukturen großer Anbieter halten zu müssen. Das kann preislich attraktiv sein, aber du solltest dir die Versicherungsbedingungen genau anschauen und vorab klären, wie die Übergabe abläuft – besonders wenn du spät am Abend ankommst.
Campervan statt großem Wohnmobil für mehr Flexibilität
Portugal ist ein Land, in dem du mit einem Campervan oft deutlich entspannter unterwegs bist. In Orten wie Nazaré, Ericeira oder rund um die Serra da Arrábida sind Parkplätze nicht immer großzügig, und manche Küstenstraßen sind schmaler, als man erwartet. Ein Campervan passt leichter in normale Parklücken, und du fährst dich damit weniger schnell fest.
Der Komfort ist dafür etwas einfacher. Du hast meist weniger Stauraum, oft kein separates Bad und manchmal eine Außendusche statt einer festen Nasszelle. Trotzdem ist diese Variante für dich ideal, wenn du allein oder zu zweit reist, viel unterwegs sein willst und eher draußen lebst.
Gerade an der Westküste, wo du oft am Strand stehst und viel Zeit im Freien verbringst, reicht ein gut ausgestatteter Van völlig aus.
Teilintegrierte Wohnmobile für Komfort und längere Touren
Wenn du Portugal nicht nur als Surftrip oder Kurzreise planst, sondern mehrere Wochen unterwegs sein möchtest, solltest du über ein teilintegriertes Wohnmobil nachdenken. Diese Fahrzeuge bieten meist mehr Platz, ein richtiges Bad, eine feste Küche und oft auch eine bessere Isolierung. Das ist angenehm, wenn du nicht nur in der Hochsaison reist, sondern auch im Frühjahr oder Herbst.
Gerade wenn du Regionen wie das Douro-Tal, die Alentejo-Ebene oder die Berglandschaften bei Covilhã erkunden willst, ist Komfort ein echter Vorteil. Dort verbringst du eher mal einen Abend im Camper, weil Restaurants oder Bars nicht an jeder Ecke liegen.
Außerdem ist es praktisch, wenn du längere Strecken fährst und nicht ständig umpacken musst. Diese Kategorie ist häufig etwas teurer, bietet dir aber deutlich mehr Wohngefühl.
Wohnmobil mit Kindersitzen und Familienausstattung mieten
Portugal eignet sich auch gut für Reisen mit Kindern. Dann solltest du bei der Buchung besonders genau hinschauen. Nicht jedes Wohnmobil ist automatisch kindersicher, und nicht jedes Modell hat passende Gurtsysteme für Kindersitze. Gerade bei älteren Campern kann es sein, dass hinten nur Beckengurte vorhanden sind – das ist für kleine Kinder nicht ideal.
Viele Vermieter bieten inzwischen Familienpakete an, zum Beispiel mit Campingmöbeln, zusätzlicher Bettwäsche oder einem Fahrradträger.
Für Familien ist die Algarve besonders beliebt, weil dort viele Strände flach abfallen und Orte wie Albufeira oder Carvoeiro eine gute Infrastruktur bieten. Wenn du mit Kindern reist, planst du am besten feste Campingplätze ein, da dort Duschen, Spielplätze und Waschmöglichkeiten direkt verfügbar sind.
Luxus-Wohnmobile mit Vollausstattung und Automatikgetriebe
Wenn du es besonders komfortabel magst, findest du in Portugal auch hochwertige Modelle mit Automatikgetriebe, Solaranlage, großem Kühlschrank und teilweise sogar Klimaanlage im Wohnbereich. Diese Fahrzeuge sind vor allem in den Sommermonaten gefragt, weil es im Landesinneren schnell heiß wird – etwa in Évora oder Beja.
Solche Luxusmodelle eignen sich gut, wenn du längere Strecken fahren möchtest, aber trotzdem das Gefühl eines kleinen Apartments haben willst. Besonders wenn du sonst eher Hotels buchst, ist das ein angenehmer Einstieg ins Camperreisen.
Du hast genug Platz, um auch mal einen Tag entspannt zu verbringen, ohne dass alles eng wird. Der Preis ist höher, dafür reist du stressfreier und musst weniger improvisieren.
Camper mieten mit Start in Lissabon oder Porto
Lissabon ist ein logischer Startpunkt, wenn du zuerst Stadt und Kultur erleben willst. Viele verbringen ein bis zwei Nächte in der Stadt und übernehmen den Camper danach. Von dort kannst du Richtung Sintra fahren oder direkt an die Westküste, zum Beispiel nach Peniche oder weiter hinauf Richtung Nazaré.
Porto ist perfekt, wenn du den Norden erkunden möchtest – etwa Braga, Guimarães oder die Weinregion im Douro-Tal.
Beide Städte haben Vorteile, aber auch typische Herausforderungen. In Lissabon ist der Verkehr dichter und Parken schwieriger. Deshalb fahren viele direkt nach der Übernahme aus der Stadt heraus.
Porto ist etwas entspannter, aber auch dort solltest du nicht unbedingt im Zentrum mit dem Wohnmobil unterwegs sein. Wenn du clever planst, startest du außerhalb und fährst die Stadt lieber mit der Bahn oder Uber an.
Campingplätze und Stellplätze als Teil deiner Reiseplanung
In Portugal gibt es eine gute Mischung aus Campingplätzen und Stellplätzen. Trotzdem solltest du dich nicht darauf verlassen, überall spontan stehen zu können.
Besonders an der Algarve und an der Westküste wird Wildcamping stärker kontrolliert als früher. Orte wie Sagres oder die Gegend um Aljezur sind beliebt – und genau dort wird auch häufiger überprüft.
Campingplätze sind oft besser ausgestattet, als man denkt. Viele haben Pools, kleine Restaurants oder sogar Minimärkte, was unterwegs sehr praktisch ist. Stellplätze sind günstiger und oft näher an der Natur, manchmal direkt bei einem Weingut oder am Rand eines kleinen Dorfes.
Wenn du flexibel bleiben möchtest, kombinierst du am besten beides – besonders dann, wenn du nicht jeden Tag exakt durchplanen willst.
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