Weihnachten auf Madeira

Festa de Natal: Weihnachtsbeleuchtung, Weihnachtsmärkte & Geburtsmessen
Weihnachten auf Madeira hat einen einzigartigen und besonderen Charme. Einheimische und Gäste feiern das Fest des Jahres mit viel Freude und Begeisterung. Dabei stehen christliche Bräuche und Traditionen im Mittelpunkt.
Die Weihnachtszeit auf Madeira dauert bis zum 6. Januar, dem Tag der Heiligen Drei Könige. Zwischendurch wird an Silvester der Jahreswechsel mit einem der größten Feuerwerke der Welt gebührend gefeiert.
Madeiras einzigartige Weihnachtsbeleuchtung
Schon im Oktober beginnen in Funchal die Vorbereitungen: Unzählige Weihnachtslichter werden auf der gesamten Insel installiert. Das Deko-Fieber der Einheimischen kennt keine Grenzen: Kein Baum bleibt verschont, und wo es keine gibt, schaffen temporäre Aufbauten Abhilfe. Auf jedem größeren Platz steht ein Weihnachtsbaum, mal kleiner, mal größer.
Besonders die Inselhauptstadt Funchal erstrahlt in weit über einer Million Lichtern. Beleuchtet werden nicht nur die Straßen der Innenstadt, sondern auch Kirchen, Festungen, Plätze und Gärten in allen Stadtteilen. Weil die Lichter bis hoch an die Hänge reichen, wirkt die Bucht abends wie ein funkelndes Amphitheater.
Der größte Weihnachtsbaum der Stadt steht mit rund 30 Metern auf der Praça do Povo direkt am Meer.
Weihnachtliche Touren auf Madeira
Am 1. Dezember wird die Weihnachtsbeleuchtung feierlich eingeschaltet, und die Städte und Dörfer Madeiras leuchten in bunten Farben, was Jung und Alt gleichermaßen begeistert. Die Lichter bleiben bis Anfang Januar an. Der 1. Dezember ist in Portugal ein Feiertag, aber nicht wegen der Weihnachtsbeleuchtung, sondern wegen der wiedererlangten Unabhängigkeit von Spanien im Jahr 1640.
Auch die Häuser der Inselbewohner sind liebevoll dekoriert – vor allem mit den traditionellen Lapinhas (Weihnachtskrippen). Entlang der Straßen gibt es zahlreiche große Krippen aus verschiedenen Materialien zu bewundern.
Weihnachtskrippen findest du in jeder Gemeinde, in den Bergen oder direkt am Meer. Halte einfach die Augen offen, wenn du im Dezember auf Madeira unterwegs bist!
Besonders lohnt sich ein Abstecher nach Calheta im Südwesten der Insel. Dort bauen Familien aus den verschiedenen Ortsteilen jedes Jahr große Straßenkrippen auf, die Besucher von der ganzen Insel anlocken. Den Auftakt bildet Anfang Dezember die Einweihung der großen Gemeindekrippe in der Vila da Calheta.


Das typische Weihnachtsessen auf Madeira
Madeira ist das ganze Jahr über ein Paradies für Feinschmecker, doch zur Weihnachtszeit gibt es besondere Leckereien. Vor allem Naschkatzen kommen auf ihre Kosten: Die traditionellen Broas (Kekse mit Zuckerrohrsirup) und der Bolo de mel (Honigkuchen) sind unverzichtbare Klassiker des Festes.
Ein herzhaftes Highlight ist Carne de vinho e alhos (Schweinefleisch in Wein und Knoblauch), das zusammen mit dem typischen Bolo de caco (Süßkartoffelbrot) serviert wird. Zum Nachtisch locken exotische Früchte wie Papayas, Mangos, Kiwis oder Passionsfrüchte.
Den Abschluss bildet ein Glas Madeirawein oder ein hausgemachter Likör aus Früchten wie Sauerkirschen oder Heidelbeeren.
Die schönsten Weihnachtsmärkte auf Madeira
Der bekannteste Weihnachtsmarkt der Insel ist der Mercadinho de Natal in Funchal. Auf dem breiten Mittelstreifen der Avenida Arriaga unweit der Kathedrale von Funchal reihen sich kleine Holzhäuschen mit regionalen Produkten, Souvenirs und kulinarischen Köstlichkeiten. Mehrmals täglich gibt es Live-Musik. Der Markt öffnet am 1. Dezember und läuft bis Anfang Januar.
Weitere kleine Weihnachtsmärkte findest du auch in anderen Orten auf der Insel.
Getrunken wird aufgrund der Temperaturen kein Glühwein, sondern das traditionelle Getränk Poncha. Das ist ein Cocktail aus Zuckerrohrschnaps, Honig und Zitrone, der gerne auch mit exotischen Früchten wie Maracuja kombiniert wird.
In der Weihnachtszeit gibt es auf Madeira auch überall frisch geröstete Esskastanien zu kaufen. Diese kommen aus dem Nonnental, einem der schönsten Ausflugsziele der Insel.
Geburtsmessen – Missas do Parto
Eine bedeutende Weihnachtstradition auf Madeira sind die Missas do Parto, die Geburtsmessen. Die neun Messen stehen für die neun Monate der Schwangerschaft Marias und beginnen je nach Gemeinde am 15. oder 16. Dezember. Kurz darauf folgt an Heiligabend die Mitternachtsmesse.
Die Messen finden noch vor Sonnenaufgang statt, meist gegen sechs Uhr morgens. Danach treffen sich die Kirchgänger vor der Kirche, um gemeinsam Weihnachtslieder zu singen und Speisen sowie Getränke zu teilen.
Die Marktnacht in Funchal
Am 23. Dezember wird in Funchal die traditionelle Noite do Mercado (Marktnacht) gefeiert. Rund um den Mercado dos Lavradores werden alle Zutaten angeboten, die für das Weihnachtsessen benötigt werden.
Nach den Einkäufen ziehen die Feiernden in die umliegenden Bars, die an diesem Abend bis spät in die Nacht geöffnet bleiben.

Silvesterfeuerwerk auf Madeira
Das spektakuläre Feuerwerk in Funchal zählt zu den absoluten Höhepunkten der Weihnachtszeit auf Madeira. In der Neujahrsnacht verwandelt sich die Inselhauptstadt in eine glanzvolle Kulisse, während unzählige Feuerwerkskörper den Himmel in leuchtenden Farben erstrahlen lassen.
Ein besonderes Highlight ist der Blick auf den Hafen: Die Kreuzfahrtschiffe reihen sich wie eine glitzernde Perlenkette aneinander, und ihre festlich beleuchteten Decks tragen zur magischen Atmosphäre bei. Kein Wunder, dass Besucher aus aller Welt nach Madeira kommen, um dieses pyrotechnische Meisterwerk zu erleben.
Tipp: Sichere dir rechtzeitig eine gute Aussicht, denn die beliebtesten Plätze sind schnell vergeben!
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